Kunstmuseum der Stadt Luxemburg

Auf den Festungsmauern des ehemaligen Fort Vauban inmitten des Grüngürtels der Luxemburger Innenstadt erbaut, beherbergt die gleichnamige Villa seit 1959 die städtische Gemäldesammlung. 2002 erhielten die Architekten den Auftrag, das idyllisch in die Parklandschaft eingebettete gründerzeitliche Gebäude zu sanieren und zu erweitern. Der 2010 eröffnete Ergänzungsbau zeigt sich trotz des stattlichen Volumens von 13.500 m3 sensibel im Umgang mit dem historischen Bestand, zu denen auch die Garten- und Parkanlage aus den 1870er-Jahren gehört. Von der Straße her gesehen lässt der eingeschossig wirkende Riegel dem Altbau den Vortritt, seine geneigten Dachflächen zitieren das sanft gewellte Gelände. Die eigentliche Größe erahnt man erst auf der Parkseite: Geschickt den Geländesprung des alten Festungsgrabens nutzend erhält auch das erste Untergeschoss natürliches Licht, während das zweite im Erdreich eingegraben ist. Elf Ausstellungsräume befinden sich auf diesen drei Ebenen, ein lichtdurchflutetes Foyer verbindet sie mit dem Altbau.

Kunstmuseum der Stadt Luxemburg
© Lukas Roth