Informations- und Gästezentrum in Danyang

Das südkoreanische Besucherzentrum bietet Informationen zum Thema Recyclingbeton, dessen Potenziale und aktuelle Technologien. Drei Beispiele werden an den Fassaden des Neubaus demonstriert. Das zweiteilige Gebäude ist direkt zwischen der Betonfabrik des Bauherrn und dem dicht bewaldeten Nationalpark platziert. Die organischen Formen der Baumstämme dienten daher als Motiv für die Ostfassade des Baus. Um das unkonventionelle Vorhaben umzusetzen, arbeiteten die Architekten mit einer kanadischen Firma zusammen, die sich auf textile Schalungen spezialisiert hat. Sie entwickelten eine Methode, die Fertigteile vor Ort in die gewünschte Form zu bringen: Über unterschiedliche PVC-Rohre wurden schmale Kunststoffbahnen aus Polyethylen gelegt. Die seitliche Begrenzung bilden Schalungsbretter, in deren ca. 1 ≈ 7 m großen Zwischenräume der Beton eingegossen und bewehrt wird. Die Bahnen legen sich durch das Gewicht der Füllung eng an die Rohre an: Eine ebenmäßige Oberfläche mit textil anmutenden Faltungen entsteht. Die Südfassade zeigt dagegen den Einsatz von Betonresten in vorgesetzten Gabionen, die sich auch auf dem Dach als thermischer Schutz wiederfinden und Feuchtigkeit für Moos und Pflanzen speichern. An allen anderen Fassaden kontrastieren die Sichtbetonoberflächen mit flächig eingesetzten Holzelementen.

Informations- und Gästezentrum in Danyang
© Kim Yong-Kwan