Bürogebäude in Kempten

In einem mittelalterlichen Stadthaus fanden die Architekten neue Räumlichkeiten für ihr eigenes Büro. Zum Zeitpunkt des Kaufs waren die heutigen Qualitäten noch nicht erkennbar – das Eckhaus, das früher Teil der Stadtmauer war, wurde als Fliesenlager genutzt und befand sich in einem verwahrlosten Zustand. Erst mit zunehmendem Baufortschritt trat der historische Wert des Gebäudes zutage: Heute lassen sich an den freigelegten Wänden alle Bauphasen seit dem 11. Jahrhundert ablesen. Da das Stadtviertel unter Ensembleschutz steht, interessierte sich auch das Denkmalamt für das Bauvorhaben und ließ das Gebäude schließlich in die Denkmalliste eintragen. Aufgrund immer neuer Funde bei den Umbauarbeiten mussten die Architekten die Pläne wiederholt überarbeiten.

Bürogebäude in Kempten
© Hermann Rupp